Freue mich gerade sehr, dass meine Autorenvereinigung Das Syndikat loslegt und die Torpedierung des Urheberrechts durch Grüne, Piraten und andere "Netzaktivisten" endlich beim Namen nennt.
Ich zitiere aus einer Mitgliedermail:
+++Das Syndikat für Urheberrechte +++
Was kostet die Kunstwelt? Am liebsten nichts, wenn es nach den großen (deutschen) Parteien und der sog. "Netzgemeinde" geht:
Nicht erst seit ACTA ist das geltende Urheberrecht in Deutschland sowie Österreich unter medialem Dauerbeschuss durch "Netzpolitiker" der Parteien und der Netzgemeinde. Verlage wie Autoren müssen sich als Contentmafia oder Urheberrechtsfundmentalist beschimpfen lassen, wenn sie sich nicht länger bestehlen lassen wollen oder auf ihren Persönlichkeitsrechten beharren.
Tenor von Politik und einer bestimmten, hochzähligen User-Gruppe: Das Urheberrecht müsse "reformiert" werden. Bei genauerem Hinsehen zeigt sich, dass diese "Reformationen", vereinfacht ausgedrückt, die Urheber zu diversen Solidaropfern zwingen, ihr Einkommen beschneiden und ihnen das Recht nehmen, mit ihrem Werk zu tun und zu lassen, was sie wollen. Geistiges Eigentum soll abgeschafft werden, das traditionelle Verlags/Buchgeschäft gilt unter Netz-Leuten als untragbar.
Piraten und Grüne wollen z.B. das Urheberrecht auf Lebenszeit (Grüne) oder 10 Jahre (Piraten) verkürzen. Danach solle bitte sehr ein Werk gemeinfrei (=umsonst) in die Welt hinaus gehen. SPD und CDU sehen Geschäftsmodelle wie Kulturflatrates oder Fair-Use-Abkommen von Autoren mit Nutzern als Weg.
Alle Parteien haben sich nicht bis kaum mal mit einem Autor, einer Schriftstellerin, an einen Tisch gesetzt um mit uns zu sprechen.
Aufklären, informieren, gegenhalten:
AutorInnen und Verlage für Urheberrechte
Seit Ende November führen Nina George und Angela Eßer deshalb die Website https://www.facebook.com/pages/AutorInnen-und-Verlage-für-Urheberrechte/197507973665930. 600 Mitleser aus allen kulturschaffenden Gruppen verfolgen hierbei täglich Neuigkeiten, Presselinks, Aufklärung und interessante Videoclips rund um das Thema Urheberrecht, seine Befürworter, und seine Gegner.
Parallel wurde an einem Urheberbündnis geschmiedet, das sich bald in der Website "Verband der Urheber" – ein Bündnis der UrheberInnen in Deutschland, Österreich und Schweiz, ganz entfalten wird. Zur Zeit arbeitet Nina George daran und wird bald auf die Suche nach Gast- und Mitautoren gehen, die die Site für unterhaltsame Aufklärung mitgestalten wollen, aber sich auch als InterviewpartnerIn oder UnterstützerIn zur Verfügung stellen.
Es gibt seit Ende November seitens Angela Eßer und dem Sprecherteam regelmäßige Gespräche mit der VG Wort, dem Börsenverein des deutschen Buchhandels und mit KollegInnen und Autorengruppen, wie etwa der DeLiA, Quo Vadis, dem VS, dem Verband der Drehbuchautoren, dem Komponistenverband usw.etc., für weitere gemeinsame Aktionen.
Weiter so!
Marc Ritter
www.marcritter.de